Multiple Murmeltier

Seit Erscheinen des zweiten Strichs vor fünf Tagen gleichen sich die Bilder. Tropfnase, Husten und ab mittags der starke Drang, Schreibtisch gegen Couch und Laptop gegen Fernseher zu tauschen. 

Es gabet a Leich‘ um 16:00 Uhr, Mörder dank bajuwarischen Spürsinns ohne Chance davonzukommen, aber kein Belohnungswein im Times Square vor 16:45. Und morgen wieder von vorne. Dauerschleife. 

Wie beim Doktor aus dem Wilden Kaiser. Der diagnostiziert sich die Seele aus dem Leib, erkennt Zusammenhänge wie sonst nur Dr. House, bewahrt seine Mitmenschen vor unfassbaren Schicksalsschlägen und bereitet ihnen rosigste Zukünfte, steht aber selbst am Ende ohne Partnerin dar. On – Off. Zum x-ten Mal.

„Mein Handy leuchtet nicht mehr“. Die Generation vor mir am Apparat. Via Festnetz.
„Hast du es ausgeschaltet?“
„Ich? Nein! Ich hab nix gemacht!“
„Dann schalte doch einfach ein!“
„Aber ich hab’s doch nicht ausgemacht!“ 
„Schalt’ trotzdem ein!“
„Da tut sich nix. Außerdem weiß ich nicht, wie das geht.“
„OK, ich komm vorbei, sobald ich wieder raus darf“ (und setze ein Monatsgehalt, dass es doch der Schalter ist.) Auch On – Off. Auch zum x-ten Mal. Wiederholung folgt. 

Ich stell mir mal den Wecker für die nächsten Tage. Auf sechs. I got you, Babe.

six o clock in the morning
Murmeltierwecker

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