Advent in Zeiten der Überforderung

Ich mag die Adventszeit. Mit zunehmendem Alter auch wieder zunehmend mehr. Jahrelang haben wir den Kindern den laubgesägten Nikolaus mit 24 kleinen Stoffsäckchen behängt und uns an den leuchtenden Augen erfreut, wenn sie morgens dort Flummis, Stifte oder Kaugummi hervorholten. Das ist nun schon länger vorbei. Bei uns.

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Dafür hat meine himmlische Schwester in diesem Jahr an mich gedacht und mir diese kleine feine To-Go-Variante geschenkt. Fällt unterwegs gar nicht auf, ob man aus dem Kalender nacht oder irgendeine Pille einwirft.

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Aber in der immer komplexer werdenden Welt wächst das Angebot an Adventskalendern in’s nahezu unermessliche. Seit vier Wochen springen mich bei Edeka der Chippendale-Adventskalender für die reifere Dame oder der After-Eight-Turm an. Direkt neben dem Büchsenbier-Kalendarium für die echten Kerle (die bräuchten sich eigentlich nur ne normale Kiste zu kaufen und die 24 Pullen durchzunummerieren) und der Lady-Variante mit Büchsenprosecco.

Mein Spieltrieb wurde ja gekitzelt, als ich vor einiger Zeit den Conrad Adventskalender entdeckt habe, den ich mir letztes Jahr selber geschenkt habe. Das Kitzeln wurde noch durch die Technik-Varianten Raspberry Pi, IoT (Internet of Things) und Radiobausatz gesteigert. Bei den dreien konnte ich dieses Jahr nur von IoT die Finger lassen. Die anderen beiden liegen jetzt hier.

Und zur Krönung kam noch der beste Lauffreund von allen vorbei und stellte den „echten Räucherkegel Adventskalender“ vor die Tür.

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Und jetzt komme ich bereits an Tag 4 komme kaum noch hinterher. Zeitmanagement ist gefragt. Schließlich will man ja auch in Ruhe erschnuppern, ob da Lavendel- oder Butterwaffeldampf (-qualm) aus dem Rauchkegel aufsteigt. Und die Schaltungen und Programme bei den Technik-Kalendern wollen nicht nur stumpf zusammengestöpselt und kopiert sondern in Ruhe analysiert sein, damit man im Anschluss vielleicht ein TV-Gerät statt eines Dampfradios bauen kann.

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Ich bleibe dran. Und wenn ich die Zeit finde, gibt es hier auch Fortschritte zu sehen. Aber nur dann.

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