Das bekannte Scharade-Spiel „Abbey Road“ erfreut sich auch 56 Jahre nach Erscheinen großer Beliebtheit.
Damals ließen sich vier Künstler in der Mittagspause fotografieren, als sie auf dem Zebrastreifen vor ihrem Studio die Straße von links nach rechts überquerten. Das veröffentlichte Foto animierte zahllose Anhänger, es ihren Idolen gleich zu tun.
Bis zum heutigen Tag lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf, inszenieren mannigfache Varianten dieses Vorgangs oder versuchen, die berühmte Szene exakt nachzustellen.
Das Treiben wird täglich ins weltweite Netz übertragen. Von den vielen Merchandising-Artikeln, die zu diesem Spiel produziert wurden, sei besonders der gleichnamige Tonträger erwähnt, der hohe Verkaufszahlen erzielte.
Danke den Fab Four,
Danke Mick, Keith, Ron und Charlie!
Ein gutes Doku-Team ist die halbe MieteTouri-Dinge tunLive CoverageDas Paul-Double (nur echt ohne Schuhe und mit Zigarette) hat das John-Double (frei interpretiert in Geschlecht und Haarfarbe) so lange genervt, bis die Aufnahmeim Kasten war.Am Ende alles, was wir brauchen!
Puppenstube, Foto aus dem Programmheft zum Theaterstück Homeoffice
Die Bühne ist ein Puppenhaus XXL. Sechs Räume, sieben Puppen. Tsubasa hat sich auf AirBnB im Appartement oben links eingemietet. Kein Tisch, kein Stuhl, nur ein Bett. Bei Joe-San darunter kleben Eierkartons an den Wänden. Muss das Musikzimmer sein. In der Wohnung daneben irrt Tamachan durch ein Chaos aus Umzugskisten. Ein Café gibt es auch. Coworking Atmosphäre. Hajime bestellt sich hier einen Chai Latte während Motojiro nebenan auf einem Hocker in der Einbauküche hockt. Über der Küche mit roten Fronten ein Workoutraum mit Balkon. Kagekiyo kommt von ihrer Joggingrunde zurück. So wie sie auf dem Balkon nach Luft japst, war der Lauf intensiv.
Alle haben Notebooks. Alle sind im Homeoffice. Alle reden. Auf Deutsch, in english, 日本語. Miteinander, übereinander, durcheinander, gegeneinander.
Und gleichzeitig bewegen sie sich. Permanent, asynchron, ungelenk, verrenk, augsburgerpuppenartig, Moonwalk für Boomer, irreal.
Motojiro erfindet derweil noch Ryuji als Figur, der sich mit Ringlicht und Smartphone in der Szenerie materialisert und fortan mit Hajime durch die Puppenstube mäandert.
Versteht ihr mich? Du bist noch auf Mute! Ne, ich hab‘ schlechtes Netz. Der Akku ist bald alle. In welchem Karton steckt der Router? Unscharfes Bild. Irgendwas ist immer abgeschnitten. Autofokus.
Tsubasa entledigt sich seiner Hose wie in einem schlechten Witz über Zoom-Konferenzen in der Coronazeit. Seinen Laptop balanciert er auf dem Rückenliegend mit den Füßen. Kagekiyo benetzt die Wände mit Wasserdampf. Joe-San möchte sich von Scheitel bis Sohle im Videofenster sehen. Nur den richtigen Abstand zur Kamera findet er nicht. Auf der Küchentheke schlägt Motojiro einen olympiareifen Purzelbaum. Tamachan sinkt erschöpft auf die Kartons und fixiert mich dabei. Ich schockverliebe mich.
In sie, in das Stück, diese gespielte Bedürfnispyramide ohne roten Faden als Kaleidoskop der letzten Jahre. Großer Spaß. Bei Puppen und Betrachtern. Applaus, Applaus, stehend.
Der Text entstand nach dem Besuch des Theaterstücks Homeoffice von Toshiki Okada, Aufführung im dhaus vom 19.1.25 mit
Tauben sollten zum Verzehr sehr jung sein und wenig Flugkilometer auf der Brust haben. Ob diese Weisheit aus Großmutters Rezeptbuch1 in diesem Fall befolgt wurde oder das Tier gar gebraten in den Schlund flog, ist allerdings nicht überliefert. Scheint aber geschmeckt zu haben.
Genießend ließ ich meinen Blick über die majestätische Bergkette der Hohen Tauern schweifen, als sich unmerklich ein Murmeltier mit flauschigem Fell in mein Sichtfeld schob. Mit seinen wachen Augen fixierte es mich sekundenlang, bevor es lässig seine Vorderpfote zum Gruß hob und blitzschnell in seinem Bau verschwand.
Es kommt vor, dass auch Arbeitgebern der Mietvertrag nicht verlängert wird. Dann gilt es, schnell eine Ersatzbehausung zu finden. Dass die nun JWD liegt sei nur am Rande erwähnt, wird einem so doch ein deutlich längerer Fußmarsch von der S-Bahn durch die heimelige Nachbarschaft ermöglicht.
Kubische Architektur mit abstraktem Muster erfreut das Auge vom ersten Schritt an.
Die freundliche Ermahnung, das Tor zu schließen, und zwar sofort, verleiht das beruhigende Gefühl von Ordnung.
Doch auch Grün kommt nicht zu kurz.
Hier … … oder hier (unten links) …
… und auch hier,
kachelig an den Außenfassaden der Nachbarschaft. Kontrastreich setzen sich die formschön geschwungenen Sicherheitsgitter vom grünen Kachelraster ab.
Die ebenfalls in der Nachbarschaft befindliche 50 jährige Kompetenz im Innenausbau lässt die Vorfreude auf das Betreten des neuen Gebäudes steigen.
Saftety First: Die Warnung vor Betreten der neuen Heimat erfolgt vermutlich nur aus Gründen der Haftung.
Und auch innen wird Sicherheit groß geschrieben. Im Zeitalter des IoT (Internet of Things) hat hier sogar der Feuerlöscher einen LAN-Anschluss.
Das Kachelmotiv aus der Nachbarschaft findet sich in Champagnerweiß auch in den Sanitärräumen wieder.
Und von den Urinalen funktionieren immerhin 50%. Als besonderes Feature findet man hier nicht die bekannte, in Keramik eingelassene Fliege als Zielobjekt, hier gibt es noch echte Tiere.
Hier auch. Solange sie nicht die Leckerlis in der Pappbox verspeisen.
Mit dem Wohlfühlraum schließlich hat der Feelgoodmanager sein Meisterstück abgeliefert. Bestechend die Kombination aus roten Bodenkacheln mit dem dezent gelben Teppichstück auf dem Deckel des Bodentanks.